Überragendes Neujahrskonzert – Projektorchester „Stadt-Land-Plus“

Entführung in die Welt der Helden, Mythen und Legenden

Die Stadtkapelle Neunkirchen, der Musikverein Bubach-Calmesweiler und weitere Künstler aus der Region haben sich zu einem harmonischen Klangkörper namens „Stadt-Land-Plus“ zusammengeschlossen. Dabei steht die Stadtkapelle Neunkirchen für den Teil „Stadt“ im Namen, das „Land“ wird durch den Musikverein Bubach-Calmesweiler verkörpert und die befreundeten Musiker repräsentieren das „Plus“. Bereits im letzten Jahr begeisterten die 60 Vollblutmusiker und ihr Dirigent Jörg Graf in Eppelborn. Zum beliebten Neujahrskonzert der Formation hatten der Musikverein Bubach-Calmesweiler und die Gemeinde Eppelborn auch zum vergangenen Samstag wieder ins big Eppel eingeladen.

Die Musiker nahmen das Publikum mit auf eine musikalische Reise in eine Welt, die die Menschen schon immer fasziniert hat: die der Helden, Mythen und Legenden, wie der Titel des Konzertes verrät. Moderatorin Gudrun Schomer moderierte sehr charmant und vermittelte den Zuhörern Hintergrundwissen zu den jeweiligen Stücken. Dabei verstand sie es, dies auf sehr spannende Weise zu tun. Mit der bekannten Filmmusik aus Supermann gelang dem symphonischen Blasorchester ein fulminanter Einstieg. Die Konzertbesucher im gut besetzten Saal konnten hören, wie der außerirdische Held zu neuen Abenteuern aufbricht. Romantisch ging es weiter. Howard Ashmans gemeinsam mit Alan Menken komponierte traurig-schöne Melodie aus dem Disneyfilm „Die Schöne und das Biest“ berührte die Herzen. Der Engländer Edward Elgar komponierte die als „Enigma Variationen“ bekannten 14 musikalischen Portraits seiner engsten Bekannten. Die neunte Variation, „Nimrod“, erinnert an Elgars Freund August Jäger. Das ruhige und langsame Stück wurde vom Projektorchester mit solchem Können auf die Bühne gebracht, dass es lange im Innern des Pubikums nachklang. Auch bei „The Witch and the Saint“ (Die Hexe und die Heilige) vermittelten die Musiker große Gefühle.. Der gleichnamige Roman über die Erlebnisse zweier Zwillingsschwestern während der dunklen Zeit der Hexenverfolgungen diente Komponist Steven Reineke als Inspirationsquelle. Gudrun Schomer trat hierbei vor musikalischem Hintergrund in die Rolle der Erzählerin und dies in absolut professioneller Weise, die Spannung war kaum zu ertragen.

Im zweiten Teil des Konzertes begegnete das Publikum der gewitzten älteren Dame Miss Marple. Die fiktive Detektivin, ein aus den Medien bekannter Publikumsliebling, ermittelte dank der großen Spielfreude des Orchesters vor dem inneren Auge der Besucher. Mit dem Medley „Bond… James Bond“ gingen die Zuhörer auf Zeitreise in die lange Geschichte der filmischen Abendteuer des Geheimagenten im Dienste Ihrer Majestät. Der Solist Klaus Bock brachte dank seiner Leidenschaft mit „A Tribute to Henry James“ zum Ausdruck, welche musikalischen Möglichkeiten in einer Trompete stecken, vom Publikum bekam er stehende Ovationen. Ebenso überzeugte der junge Sänger Alexander Fritze als Solist. Als er das Werk „Stars“ aus dem Musical „Les Miserables“ mit Gänsehaut erzeugender Stimmgewalt interpretierte, wurde klar, wieso er mit einem Stipendium an einer englischen Oper geehrt worden ist. Der „Soul Bossa Nova“ von Quincy Jones, Einigen aus der Agentenparodie „Austin Powers“ bekannt, bildete nur den geplanten Teil des Abschlusses eines großartigen Konzertabends. Die begeisterten Zuhörerinnen und Zuhörer verlangten stimmgewaltig „Zugabe“ rufend nach weiteren Musikstücken.

Der zukünftige Star am Musicalhimmel Alexander Fritze sang ein weiteres unter die Haut gehendes Musikstück, das Projektorchester sorgte bis zum Schluss nach vielen Zugaben für absolute Begeisterung beim Publikum.
Bürgermeisterin Birgit Müller-Closset fasste das harmonische und musikalisch überragende Zusammenspiel des Projektorchesters als „Gesamtkunstwerk leidenschaftlicher Musiker“ zusammen, das nicht zu übertreffen ist. Wir alle hoffen auf eine Wiederholung im nächsten Jahr.

Bericht und Bilder Gemeinde Eppelborn – Nachrichtenblatt